Wann kann ein Implantat belastet werden?

Belastungszeitpunkt (BZP) 

Neben dem Operationszeitpunkt nach einer Zahnentfernung spielt auch der Belastungszeitpunkt des Implantates eine Rolle. Man unterscheidet die Sofortbelastung von der Spätbelastung.
Unter Belastungszeitpunkt der Implantate versteht man den optimalen Zeitpunkt, ab wann ein Implantat mit der Suprakonstruktion (Krone, Brücke, Prothesenanker) versorgt (belastet) werden kann. Der Belastungszeitpunkt richtet sich nach anatomischen Gegebenheiten, Lokalisation im Kiefer, dem geplanten Zahnersatz sowie anderen Faktoren, die einen Einfluss darauf nehmen können.
Als Daumenregel wird ein Implantat im Oberkiefer nach ca. 6 Monaten und im Unterkiefer nach ca. 3 Monaten nach erfolgter Implantation belastet. 

Z.Zt. ist der Trend zu einer frühzeitigen Belastung der Implantate bis hin zur Sofortbelastung zu beobachten, d.h., dass das Implantat unmittelbar nach der Implantation mit der Suprakonstruktion versorgt wird. Dieses Vorgehen setzt allerdings sehr gute Knochenverhältnisse, optimale Mundhygiene und eine sog. sofortige
Primärstabilität voraus. 

In der Regel werden Implantate erst nach einer gewissen Einheilzeit im Knochen mit Zahnersatz versorgt. Dies nennen wir die Spätbelastung der Implantate. Hier ist die Primärstabilität nicht so entscheidend, weil der Knochen in der Heilzeit (einige Monate) das Implantat immer fester umschließt. Diese Methode findet beim Vorliegen von schwammigartigen Knochen Anwendung.


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