Zahnhalskaries und freiliegende Zahnhälse

 

Ursache der freiliegenden Zahnhälsen

Als Ursache dafür ist vor allem bei jungen Menschen eine falsche Zahnpflege unter Verwendung von zu harten Zahnbürsten, eine falsche Putztechnik (schrubben statt kreiseln) mit zu hohem Anpressdruck sowie Konsum in Übermaß von säurehaltigen Getränken zu sehen.
Bei Erwachsenen können häufig neben den zuvor benannten Faktoren Zähneknirschen, Zähnepressen, Fehlfunktionen nach Zahnverlust, Zahnfleischerkrankungen, Zustände nach Parodontosebehandlungen, die Einnahme von Medikamente, Bestrahlungstherapien oder Prothesenklammer freiliegende Zahnhälse und Wurzelkaries begünstigen.
Freiliegende Zahnhälse sind relativ harmlos, auch wenn leider manchmal sehr schmerzhaft (Überempfindlichkeit bei kalt und heiß) und bei tieferen Defekten im Frontzahnbereich auch optisch störend.

 

Die Entstehung

Freiliegende zahnhälse

 


Die dünne Zementschicht, welche das Wurzeldentin (Zahnbein) bedeckt, wird durch mechanische (ein Verbiegen des Zahnes bei Knirscher und Presser) und chemische Einflüsse entfernt. Durch den Verlust der schützenden Schicht bleibt das Dentin frei. Durch die offenen Dentinkanälchen können somit äußere Reize wie süß, heiß oder kalt oder Berührungen bis an den Zahnnerv übertragen werden. Dies kann unangenehme Schmerzempfindungen erzeugen, was zu einer Reduzierung der Mundhygienebemühungen führt. Eine nicht ausreichende Pflege begünstigt die Entstehung von Zahnhalslkaries.

 

Was können Sie dagegen tun ?

Vorbeugen ist auch hier besser als Heilen. Daher sollte durch eine optimale Putztechnik die Situation unter Kontrolle gehalten werden. Bereits befallene Zähne können durch Fluoridlack - Anwendungen geschützt werden. Ebenfalls können tief liegende Defekte (sog. keilförmige Defekte oder Kerben) mit Versiegelungen oder Füllungen aus Composite oder Keramik versorgt werden. Bei sog. Keilförmigedefekte die durch Knirschen oder Presen entstehen, ist die Anfertigung einer sog. Knirscherschiene zu empfehlen.

Zögern Sie nicht uns zu fragen, wenn Sie mehr dazu wissen möchten.

 

RDA steht für "Radioactive Dentin Abrasion" und bildet das Maß für die abreibende Wirkung einer Zahncreme. Je niedriger der RDA-Wert desto geringer ist der Abrieb. Die meisten handelsüblichen Zahnpasten haben einen RDA-Wert von ca. 70 und liegen somit im Bereich des mittleren Abriebs. Es gibt allerdings Zahncremes -besonders zur Zahnaufhellung gedacht - die einen RDA-Wert von bis zu 150 haben. 
Auch wenn der Abrieb je Bürsteneinsatz sehr gering ist, kann sich dieser Abrieb über Jahrzehnte summieren und zu einen erheblichen Zahnsubstanz-Abtrag führen. Davon sind meistens die Zahnhälse betroffen.


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letzte Änderung: 23.04.2014