Mangelndes Knochenangebot - kann man immer noch Implantate setzen?

Knochenaufbau

Nicht genügend Knochen hat früher bedeutet, auf Implantate zu verzichten.

Das ist leider immer noch sehr häufig der Fall. Der Zahnverlust liegt Jahre zurück und der Knochen hat sich  aufgrund fehlender Belastung zurückgezogen. Das ist oft im Oberkiefer im Seitenzahnbereich zu beobachten. Eine dünne Knochenlamelle trennt hier die Kieferhöhle von der Mundschleimhaut. Hier wäre ohne Knochenaufbau keine Implantation möglich. Aber hier kann man auch Abhilfe schaffen.

Wenn der Kieferknochen nicht genügend Substanz aufweist (zu dünn, zu schmall) wird Eigenknochen gewonnen, welcher an der betreffenden Stelle um das Implantat wieder eingesetzt wird. Werden nur geringe Mengen Knochensplitter benötigt, können diese während der Implantation gewonnen werden, indem Knochenspäne beim Bohrvorgang mit speziellen Filtern aufgefangen werden.

Eine weitere Möglichkeit bietet künstlicher Knochenersatz. Er wird meist aus Beta-Tricalciumphosphat oder aus Meeresalgen im Labor synthetisch hergestellt. Dennoch muss dem künstlichen Knochenersatz rund 50 % Eigenknochen dazugemischt werden.

Erst wenn der Kieferknochen gesund und stark ist, wird die künstliche Zahnwurzel eingesetzt, in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung. In den folgenden drei bis acht Monaten muss das Implantat einheilen und fest mit dem Kieferknochen verwachsen. Zum Schluss werden das Verbindungsstück und die neue Zahnkrone oder Brücke eingesetzt.


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