Die Auswirkungen von Crystal-Meth auf Mund und Zähne


Die Auswirkungen von Crystal-Meth auf Mund und Zhne


Der sogenannte Meth-Mund, ein Ausdruck für die Zahn- und Mundgesundheitsschäden, die durch die äußerst abhängig machende Methamphetamin (als illegale Droge unter dem Namen „Crystal Meth“, aber als auch „Speed", „Ice“ oder „Glass“ im Umlauf) verursacht wird, ist eine von vielen verheerenden Auswirkungen, die diese Droge auf die Konsumentengesundheit haben kann.

Methamphetamin ist ein wirksames Aufputschmittel für das zentrale Nervensystem, es kann neben Kurzzeitwirkungen wie: erweiterte Pupillen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schlafstörungen , unregelmäßigen Herzschlag und Bluthochdruck auchLangzeitwirkungen wie: bleibende Hirnschäden, Schädigung der Blutgefäße, der Leber und der Nieren, Psychosen und Depressionen– und daneben auch wuchernde Zahnfäulnis (ausgeprägte Karies) bewirken.

Einige Konsumenten beschreiben ihre Zähne als „angeschwärzt, fleckig, verfaulend, abbröckelnd oder auseinanderfallend“. Oft können die Zähne nicht mehr gerettet werden und müssen entfernt werden.

Die großflächige Zahnfäulnis (Karies) wird wahrscheinlich durch die Kombination von drogeninduziertenphysischen und psychischen Veränderungen verursacht:einerseits ein trockener Mund und andererseits lange Perioden schlechter Mundhygiene. Ein Methamphetamin-Rausch dauert viel länger als ein Rausch, der durch Crack oder Kokain verursacht wurde – üblicherweise 6 bis 12 Stunden, kann jedoch bis 24 Stunden wirken im Vergleich mit einer Stunde bei Kokain –,was zu längeren Perioden schlechter Mundhygiene führen kann. Und während sie berauscht sind, sehnen sich Konsumenten oft nach kalorienreichen kohlensäurehaltigen, süßen Getränken oder sie knirschen und schleifen ihre Zähne ab. All das kann zu irreparablen Zahnschäden und schwerer Zahnverfall führen.

Dass Crystal Meth nicht mehr fast ausschließlich in der Rave- und Technoszene genommen wird, zeigt eine Studie vom Februar 2014 des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums. Laut dieser Studie gab etwa die Hälfte der Konsumenten an, die Droge zu Hause oder sogar bei der Arbeit zu konsumieren. Auch ein neulich veröffentlichter Konsum-Fall aus der höchsten Ebene der deutschen Politik bestätigt das alarmierenden Ausmaß, welches der Konsum dieser hochgradig abhängig machenden Droge angenommen hat.

Während in den USA der Methamphetamin-Konsum leicht rückläufig ist, nimmt der Konsum der Droge in Deutschland stetig zu. Da die synthetische Droge überwiegend in illegalen Hinterhof-Laboren in Tschechien hergestellt wird, sind die deutschen Gebiete, die an Tschechien angrenzen, von dem Konsum am meisten betroffen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung sieht jedoch in der nahen Zukunft eine erhöhte Gefahr auch für die restlichen Bundesländer, vor allem für die Großstädte.

Als äußerst problematisch erweist sich weiterhin das hohe Suchtpotenzial dieser Droge selbst bei einmaligem Konsum an. Amerikanischen Studien zufolge macht Crystal Meth deutlich schneller abhängig als z.B. Kokain.

Laut der Foundation for a Drug-Free World (Stiftung für eine drogenfreie Welt) ist der Meth-Entzug so schmerzhaft und hart, dass die überwiegende Mehrheit der Konsumenten wieder rückfällig werden. Nämlich 93 Prozent derer, die sich in herkömmliche Therapieeinrichtungen begeben, kehren wieder zum Methamphetamin-Konsum zurück.

Auch die Neurotoxizität (Nervengiftigkeit bzw. die schädigende Wirkung eines Arznei- oder anderen Stoffes auf Struktur und Funktion des Nervengewebes), die Ursache für die psychiatrischen Begleiterkrankungen ist, erweist sich als stärker als bei anderen künstlichen Drogen.

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