Bruxismus

bezeichnet man das Knirschen, Pressen und Mahlen mit den Zähnen außerhalb des Kauaktes -z.B. im Schlaf.

 
Ursache
Schon die Kleinsten knirschen mit den Zähnen.
Zähneknirschen ist kein Phänomen des Alters. Es beginnt meist schon in frühen Kindheitstagen. Ungefähr die Hälfte aller Babys über zehn Monate ist davon betroffen. Die Ursache des frühen Knirschens sei bislang noch unbekannt. Zwar sei das Verhalten im Prinzip nicht beunruhigend; langfristig allerdings könne es zu schweren Zahnschäden führen.

Folgen
Bei jedem zweiten Zwölfjährigen seien bereits Veränderungen im Mundraum zu erkennen, die auf derartig erhöhte Muskelbewegungen hindeuten. Leichte Formen des Zähneknirschens führen lediglich zu einer verstärkten Abnutzung der Eckzähne, stärkere Ausprägungen aber zu einer Abnutzung aller Frontzähne und im Laufe der Zeit auch der Backenzähne.
Erste Hinweise könnten chronische Zahnschmerzen oder lockere Zähne sein. Auch Verspannungen im Kopf-Halsbereich sowie Gesichts- und Kopfschmerzen seien möglich.
Intensives Knirschen während der Nacht führe auch zu einer Überbeanspruchung der Kaumuskeln und des Kiefergelenks, sodass irreparable Schäden am ganzen Kausystem auftreten könnten. Als Beispiele sind ein Abschleifen der Zähne bis zum (Dentin)Zahnbeinkörper, chronische Abnutzung des Kiefergelenkes und schmerzhafte Knoten in den Kaumuskeln zu nennen.

Behandlung

Eine ursächliche Behandlung ist schwierig, da oftmals psychische Belastung, Stress oder Überforderung die Auslöser seien. Damit das Knirschen keine gesundheitlichen Auswirkungen habe, sollten die Zähne selektiv eingeschliffen werden. 
Auch eine Knirscherschiene aus metallverstärktem Kunststoff, die über Nacht wie eine Schutzkappe auf die Zähne gesetzt werde, mindere die Abnutzung der Zähne und schone das Kiefergelenk. Je früher die Schienentherapie einsetzt, um so eher könnten langfristige Folgen des Knirschen vermieden werden.


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letzte Änderung: 20.05.2012