Zuletzt aktualisiert am von Cos Zahnärzte

Da es verschiedene Arten von Zahnimplantaten gibt, können Patienten leicht den Überblick verlieren. In Deutschland kommen vor allem sogenannte enossale Implantate zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Implantate, die sich innerhalb des Knochens befinden und mit der Zeit fest mit ihm verwachsen. Doch auch bei enossalen Implantaten gibt es verschiedene Formen.

Die Wahl des richtigen Zahnimplantats – diese Arten gibt es

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Zahnimplantat einsetzen zu lassen, sollte diese kennen.
Die Wahl eines Zahnimplantats ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Einer davon ist, dass die Kosten für Implantate von Art zu Art variieren können. Es ist daher sinnvoll, sich mit einem Zahnarzt zusammenzusetzen und über den Kostenpunkt der unterschiedlichen Implantate zu sprechen. Dabei ist es natürlich zuvor wichtig, einen guten Anbieter für Zahnimplantate zu finden. Denn nur so bekommen Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Schraubenimplantate

Vor allem Schraubenimplantate erfreuen sich in der Zahnmedizin einer enormen Beliebtheit. Sie gehören sogar zu den am häufigsten verwendeten Implantaten.

Konventionelle Schraubenimplantate verfügen über ein Gewinde und werden in ein Loch eingeschraubt, das zuvor in den Knochen gefräst wurde. Es gibt jedoch auch Schraubenimplantate mit einem selbstschneidenden Gewinde. Solche lassen sich selbst ohne Lochfräsung in den Kieferknochen eindrehen und sind daher besonders schonend.

Schmalkieferimplantate

Schmalkieferimplantate haben in der Regel einen geringen Durchmesser von durchschnittlich gerade einmal 2,3 mm. Damit sind sie wesentlich kleiner als Standardimplantate, die auf einen Durchmesser von mindestens 3,0 mm kommen. Das ist auch der Grund, weswegen Schmalkieferimplantate häufig als Mini-Implantate bezeichnet werden.

Schmalkieferimplantate sind einteilige Implantate. Außerdem bestehen sie aus stabileren Titanlegierungen als konventionelle Implantate. Dadurch wird gewährleistet, dass sie trotz ihrer geringen Größe eine gute Stabilität bieten.

Im Gegensatz zu konventionellen Implantaten, bieten sich Schmalkieferimplantate nur für bestimmte Fälle an. Sie eignen sich beispielsweise als Ersatz für kleinere Frontzähne oder zur Befestigung von Vollprothesen im Unterkiefer.

Hohlzylinderimplantate

Ähnlich wie Schmalkieferimplantate sind auch Hohlzylinderimplantate nur in bestimmten Fällen sinnvoll. Die Zahnimplantate kennzeichnen sich dadurch, dass sie über kein Gewinde verfügen. Stattdessen werden sie in den Kieferknochen geschlagen. Damit das möglich ist, wird zuvor ein Hohlraum geschaffen.

Die verhältnismäßig große Kontaktfläche zum Knochen ist der größte Vorteil von Hohlzylinderimplantaten. Allerdings tragen sie auch dazu bei, dass der Knochenanteil im Inneren des Zylinders schlechter durchblutet wird.

Unterscheidung zwischen einteiligen und zweiteiligen Zahnimplantaten

Grundsätzlich sollte immer zwischen einteiligen und zweiteiligen Implantaten unterschieden werden. Zweiteilige Implantate, die aus einem Implantataufbau und einem Implantatkörper bestehen, werden häufiger verwendet. Beide Teile haben ihre Funktion. Der Implantatkörper wird in den Knochen eingebracht, wo er die Funktion der Zahnwurzel übernimmt. Nach der Einheilung wird er dann durch Verschrauben oder Zementieren mit dem Implantataufbau verbunden.

Der Implantataufbau dient als eine Art Schnittstelle. In einigen Fällen wird er sogar individuell für den jeweiligen Patienten gefertigt. Prinzipiell bestehen auch einteilige Zahnimplantate aus einem Implantatkörper und Implantataufbau. Allerdings besteht dieser hier aus einem Guss. Was auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint, kann zu Komplikationen führen.

Bei einteiligen Zahnimplantaten ist es möglich, dass der Einheilungsprozess länger dauert. Daher ist der Anwendungsrahmen bei einteiligen Implantaten geringer als bei zweiteiligen. Letztere kommen daher bei Zahnärzten weit häufiger zum Einsatz.

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