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Bio-Zahnersatz: Biokompatible Materialien für Zahnprothesen

Die stetig anwachsende Anzahl von Allergikern erfordert dringend ein Umdenken in unserer Gesellschaft. Jeder sollte sich dessen bewusst sein, dass Werkstoffe, die direkt im Mund eingesetzt werden, einer ganzen Reihe von Umweltfaktoren ausgesetzt sind: Temperaturunterschiede, Druck- und Zugbelastungen, Säureangriffe, Feuchtigkeit u.a.

Aus diesen Faktoren ergeben sich die Anforderungen an das verwendete Material aus dem Zahnersatz und insbesondere Zahnprothesen hergestellt werden. Die meisten Allergien, bzw. Unverträglichkeiten, die intraoral auftreten, sind auf Legierungs- oder Kunststoffbestandteile zurückzuführen.

Biokompatibler Zahnersatz in Hannover – Einfache Behandlung mit den elastischen Prothesen Sunflex und Valplast

Diese fortschrittlichen Prothesen bieten nicht nur hervorragenden Tragekomfort und eine natürliche Ästhetik, sondern sind auch biokompatibel, was bedeutet, dass sie gut mit dem Körper harmonieren und keine schädlichen Reaktionen hervorrufen. Mit ihrer flexiblen Passform und langlebigen Materialien stellen sie eine innovative Alternative für Patienten dar, die biokompatiblen Zahnersatz in Hannover suchen.

Es war noch nie so einfach wie jetzt, Zugang zu hochwertigen Lösungen wie den elastischen Prothesen Sunflex und Valplast zu erhalten

Mit den elastischen Prothesen von Typ Sunflex oder Valplast ist nun einfacher denn je biokompatiblen Zahnersatz in Hannover. Lassen Sie sich von uns zurück zur Normalität führen und ein neues Lächeln für die neue Zeit kreieren. Erfahren Sie mehr in diesem Artikel.

Sind die Valplast und Sunflex Prothesen auch für Sie geeignet?

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Gerade bei herkömmlichen Prothesenkunststoffen (Polymethylmethacrylate, kurz: PMMA genannt) ist in dieser Hinsicht aufgrund ihres chemischen Herstellungsprozesses aus einer flüssigen und einer pulverförmigen Komponente Vorsicht geboten.

Polymethylmethacrylat (PMMA) ist ein Kunststoffmaterial, das häufig für die Herstellung von Zahnprothesen und herausnehmbarem Zahnersatz verwendet wird. Es besteht aus Methylmethacrylat-Monomeren, die zu einem Polymer vernetzt werden. PMMA hat das Potenzial, allergische Reaktionen im Mundraum auszulösen.

Die genaue Ursache für das Allergisierungspotenzial von PMMA ist nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass es auf die Freisetzung von Monomeren zurückzuführen ist.

Während des Herstellungsprozesses können geringe Mengen nicht vollständig polymerisierter Monomere, sogenannte Restmonomere in den Zahnersatz verbleiben und bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Die Symptome einer PMMA-Allergie im Mundraum können Rötungen, Schwellungen, Mundschleimhautreizungen, Geschwüre, Juckreiz und Geschmacksveränderungen umfassen.

Die konventionellen Materialien für die Herstellung von Zahnprothesen

Die herkömmlichen Zahnprothesen aus Metalllegierungen in Kombination mit Polimethylmethacrylat (PMMA)sind robust, haltbar und haben sich über die Jahre hinweg bewährt

Ursprünglich wurden für die Herstellung von herausnehmbarem Zahnersatz Materialien wie Kautschuk und Ebonit verwendet. Diese Materialien dienten als Basis für den Zahnersatz, da sie flexibel genug waren, um sich den individuellen Konturen des Mundes anzupassen. Im Laufe der Zeit haben sich jedoch die Materialien und Techniken für die Herstellung von Zahnersatz erheblich weiterentwickelt, da einige der ursprünglichen Materialien Nachteile aufwiesen.

Heutzutage werden diese ursprünglichen Materialien in der Regel durch modernere und fortschrittlichere Alternativen ersetzt. Für die metallische Struktur des herausnehmbaren Zahnersatzes werden häufig Legierungen aus Chrom-Kobalt oder sogar Gold verwendet.

Nachteile der Materialien für die konventionellen Zahnprothesen

Diese Metalllegierungen bieten eine hohe Festigkeit und Haltbarkeit, sind jedoch nicht frei von Nachteilen. Einige Patienten können allergisch auf Bestandteile die sich in den Chrom-Cobalt-Molybdän-Legierungen befinden reagieren. Um mögliche allergische Reaktionen zu vermeiden. ist es wichtig, vor der Verwendung dieser Materialien sich zu vergewissern, dass keine Kontaktallergien auf die zu verwendende Legierungen bekannt sind.

Des Weiteren können diese Legierungen in einigen Fällen Irritationen und Entzündungen des Zahnfleisches verursachen. Dies geschieht durch die Freisetzung von Metallionen, die mit dem umgebenden Gewebe in Wechselwirkung treten. Ein weiterer Faktor, der zur Freisetzung von Metallionen beitragen kann, ist eine unzureichende Mundhygiene. Wenn Plaque und Bakterien sich auf der Oberfläche der Zahnprothese ansammeln, kann dies zu einer erhöhten Korrosion der Legierung führen, wodurch noch mehr Metallionen freigesetzt werden.

Für die Sättel (Zahnfarbene Auflagen auf die die Ersatzzähne fixiert werden) des konventionellem Zahnersatzes wird oft Acryl, insbesondere Polymethylmethacrylat (PMMA), verwendet.

Acryl ist ein stabiles und haltbares Material, das in verschiedenen Farben und Schattierungen erhältlich ist, um eine natürliche Ästhetik zu gewährleisten. Es kann leicht an die Form und Farbe der verbleibenden natürlichen Kieferanatomie angepasst werden, um ein funktionell-ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild zu erzielen.

Allerdings können einige Patienten eine Unverträglichkeit gegenüber Acryl aufweisen, was zu Irritationen und Entzündungen im Mundraum führen kann.

Es ist wichtig, dass der Zahnarzt die individuelle Verträglichkeit von Acrylmaterialien bei jedem Patienten berücksichtigt und gegebenenfalls alternative Materialien in Betracht zieht.

Eine Allergie gegen Acryl oder Metalllegierungen im Mundraum kann sich auf verschiedene Weisen manifestieren

Die typischen Symptome für eine Allergie iauf Metalle und Acryl m Mundbereich sind Juckreiz und Brennen, Entzündungen, Geschwüre und Mundgeruch

Hier sind einige mögliche Symptome:

Juckreiz und Brennen: Ein allergische Reaktion auf Acryl oder Metalllegierungen verursacht sehr häufig Juckreiz und ein brennendes Gefühl im Mundraum. Dies kann zu einem allgemeinen Unbehagen führen.

Mundschleimhautreizungen: Eine allergische Reaktion auf Acryl oder Metalllegierungen kann ebenfalls zu Rötungen, Schwellungen und Irritationen der Mundschleimhaut führen. Dies kann sich durch eine generelle Empfindlichkeit oder Schmerzen im Mund äußern.

Entzündungen und Geschwüre: Bei manchen Menschen kann eine Allergie zu entzündlichen Reaktionen führen, die sich als rissige Schleimhäute, Geschwüre oder Aphthen im Mundraum zeigen. Diese Schleimhautveränderungen können schmerzhaft sein und das Essen, Sprechen und Schlucken erschweren.

Mundgeruch und Geschmacksveränderungen: Bei einigen Personen kann eine allergische Reaktion, vor allem wenn diese die tägliche Mundpflege stark beeinträchtigt, zu Mundgeruch (Halitosis) und Geschmacksveränderungen, wie zum Beispiel einen metallischen oder bitteren Geschmack führen.

Es ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Menschen allergisch auf Acryl oder Metalllegierungen reagieren. Dabei handelt sich um eine individuelle Reaktion, bei der einen geringen Prozentsatz an Personen empfindlicher auf das Material reagieren können als andere.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie eine Allergie gegen Acryl haben könnten, sollten Sie einen Zahnarzt oder einen Allergologen aufsuchen. Eine genaue Diagnose kann gestellt werden und gegebenenfalls werden alternative Materialien für Ihren Zahnersatz in Betracht gezogen, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Was ist Biokompatibilität?

„Biokompatibilität“ bezieht sich auf die Fähigkeit eines Materials oder einer Substanz, ohne Schädigung oder unerwünschte Reaktionen mit lebenden Geweben oder biologischen Systemen zu interagieren.

Haben Sie weitere Fragen zu den biokompatiblen MAterialien und deren Einsatz?

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Biokompatibilität ist ein zentraler Begriff in Bereichen wie der Medizin und der Biotechnologie. Er beschreibt die Fähigkeit eines Materials, einer Substanz oder eines Implantats, mit dem menschlichen Körper oder anderen biologischen Systemen in Kontakt zu treten, ohne schädliche Reaktionen oder unerwünschte Effekte hervorzurufen.

Wenn wir von Biokompatibilität sprechen, geht es darum sicherzustellen, dass das Material oder der Stoff mit dem biologischen Umfeld harmoniert und vom Körper akzeptiert wird. Dies bedeutet, dass das Material nicht toxisch ist, keine Entzündungen oder allergischen Reaktionen auslöst und sich nicht negativ auf die umgebenden Gewebe oder Organe auswirkt.

Die Bewertung der Biokompatibilität erfolgt in der Regel durch eine gründliche Prüfung, bei der verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören chemische Eigenschaften, mechanische Stabilität, Oberflächeneigenschaften und die Wechselwirkung des Materials mit dem Gewebe oder den Körperflüssigkeiten. Auch Langzeitverträglichkeit und potenzielle Nebenwirkungen werden dabei berücksichtigt.

Biokompatible Materialien und Implantate spielen eine entscheidende Rolle in der Zahnmedizin, sei es bei der Herstellung von Zahnprothesen, Füllungen, Implantate oder anderen zahnmedizinischen Anwendungen. Sie ermöglichen es, dass diese Produkte sicher und effektiv im Körper eingesetzt werden können, ohne negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Patienten.

Die Gewährleistung der Biokompatibilität ist daher von großer Bedeutung, um die Sicherheit, Verträglichkeit und Leistungsfähigkeit von medizinischen Produkten zu gewährleisten. Dies erfordert umfangreiche Forschung, strenge Qualitätskontrollen und die Einhaltung hoher Standards bei der Entwicklung und Herstellung von Materialien und medizinischen Geräten.

Die Alternative zu Acryl: Thermoplastisches Nylon, das biokompatible Material für kleine metallfreie Zahnprothesen

Vorteile der biokompatiblen Valplast Zahnprothese: Biokompatibilität, Allergiefreiheit, Transluzenz, Metallfrei, Flexibel und grazil, Bruchfest

Im Vergleich zu konventionellen Prothesen aus Polymethylmethacrylat (PMMA) weisen Prothesen der neueren Generation aus Nylon, wie zum Beispiel Valplast oder Sunflex mehrere Vorteile hinsichtlich der Verträglichkeit und des fehlenden Allergisierungspotenzials auf.

Aus Nylon gefertigte Valplast oder Sunflex metallfreien Prothesen bieten hier eine ideale Alternative

Die entscheidende Vorteile von Nylon

Biokompatibilität: Nylon-Prothesen haben eine hohe Biokompatibilität, was bedeutet, dass sie gut mit dem Gewebe im Mundraum interagieren. Das Material ist gewebefreundlich und hat ein geringes Risiko für Reizungen oder Entzündungen.

Allergisierungspotential: Im Gegensatz zu PMMA enthalten Nylon-Prothesen keine Metalle oder andere potenzielle Allergene. Dadurch wird das Risiko von allergischen Reaktionen oder Sensibilisierungen minimiert.

Flexibilität: Nylon ist ein flexibles Material, das sich den natürlichen Bewegungen des Mundes und des Zahnfleischs anpasst. Dadurch bieten Nylon-Prothesen eine bessere Passform und erhöhen den Tragekomfort im Vergleich zu starren PMMA-Prothesen.

Ästhetik: Nylon-Prothesen sind transluzent und ähneln in ihrem Aussehen eher dem natürlichen Zahnfleisch als PMMA-Prothesen. Dies führt zu einer verbesserten ästhetischen Integration der Prothese in den Mundraum.

Bruchfestigkeit: Nylon ist ein robustes Material, das eine höhere Bruchfestigkeit als PMMA aufweist. Dies reduziert das Risiko von Beschädigungen oder Brüchen der Prothese, insbesondere bei versehentlichem Herunterfallen oder starkem Kauen.

Die Anwendung von biokompatiblen Zahnprothesen aus Nylon

Vorher-nachher Bild einer Valplast Prothese aus biokompatiblen Materialien über zwei Einzelzahnlücken im Oberkiefer im Seitenzahnbereich

Nylonprothesen wie Valplast oder Sunflex sind für bestimmte Zahnersatz-Fallkonstellationen vorgesehen, insbesondere für kleine begrenzte Zahnlücken. Sie werden hauptsächlich als provisorischer Ersatz betrachtet und sind nicht als vollwertige Alternative zu konventionellen Prothesen gedacht, die den kompletten Zahnersatz für mehrere Zähne oder ganze Zahnreihen bieten.

Die Verwendung von Nylonprothesen kann in spezifischen Situationen sinnvoll sein, beispielsweise wenn eine temporäre Lösung für die Lücke benötigt wird, während ein umfangreicherer Zahnersatz vorbereitet oder auf die Versorgung mit Implantate abgewartet wird.

Sie können auch bei Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen aus verschiedenen Gründen eine konventionelle Prothese nicht geeignet ist, wie zum Beispiel bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Polymethylmethacrylate (PMMA) oder einer geringen Anzahl von fehlenden Zähnen.

Es ist weiterhin zu beachten, dass thermoplastische Nylonprothesen gewisse Einschränkungen haben. Aufgrund ihrer flexiblen Eigenschaften bieten sie möglicherweise nicht die gleiche Stabilität und Passform wie konventionelle Prothesen aus Materialien wie Polymethylmethacrylat (PMMA).

Die endgültige Entscheidung über die Verwendung von Nylonprothesen sollte immer in Absprache mit einem Zahnarzt oder einem zahntechnischen Labor getroffen werden. Sie können eine fundierte Bewertung vornehmen, die individuellen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigen und die bestmögliche Lösung für Zahnersatz bereitstellen, sei es mit konventionellen Prothesen oder mit Nylonprothesen, falls geeignet.

Fazit
Die Verwendung von modernen Materialien wie Legierungen aus Chrom-Kobalt, Gold sowie Acryl hat zweifellos zur Verbesserung der Funktionalität und Ästhetik des herausnehmbaren Zahnersatzes beigetragen. Diese Materialien bieten eine sehr gute Passform, Haltbarkeit und Ästhetik an.
Dennoch ist es wichtig, die potenziellen negativen Auswirkungen wie Allergien und Unverträglichkeiten zu beachten. Eine sorgfältige Untersuchung der individuellen Mundgesundheit und möglicher Unverträglichkeiten sollte immer Teil des Behandlungsprozesses sein, um die bestmögliche Lösung für den Patienten zu finden.

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Weitere Infos und Quellen:

Springer Verlag:
Klinische Pilotstudie zur Eignung von Teilprothesen aus Nylon-12 zur Interimsversorgung des Lückengebisses | Quintessenz Verlags-GmbH (quintessence-publishing.com)

ZWP Online:
Moderne Prothetik aus Nylon: Ästhetisch und allergiefrei – ZWP online – das Nachrichtenportal für die Dentalbranche (zwp-online.info)

Bildnachweis: Fotolia.de 1480285 und Allergie: rawpixel com on freepik

Zuletzt aktualisiert am 27. August 2023 von COS Zahnärzte

Mihail Cos
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