Eine gründliche und sorgfältige Zahnreinigung ist die wichtigste Voraussetzung, um Zahnschäden, Karies und andere Zahnkrankheiten zu vermeiden. Bei Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne sind jedoch spezielle Maßnahmen erforderlich, um schöne, gerade Zähne zu erhalten.

Gesundheitliche Folgen für den ganzen Körper

Kieferfehlstellungen kommen häufig vor und haben Auswirkungen auf den gesamten Körper. Die Fehlstellung der Kiefer erschwert nicht nur das Zerkleinern der Nahrung, sondern beeinflusst auch die Muskeltätigkeit, sodass es zu Schmerzen im betroffenen Kiefergelenk sowie zu allgemeinen Muskelverspannungen kommt. Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme werden oft durch Unregelmäßigkeiten im Kiefergelenk ausgelöst.

Schiefe Zähnen stellen für die Betroffenen eine erhebliche Belastung dar und beeinflussen auch die psychische Gesundheit. Die Kieferfehlstellung ist entweder durch äußere Einflüsse oder erblich bedingt.

Ein guter Kieferorthopäde erkennt die Problematik sofort und empfiehlt die geeignete Therapie. Damit es nicht zu einer unsymmetrischen Ausrichtung der Zähne kommt, sollten Fehlstellungen im Kiefer möglichst rasch korrigiert werden. Da die Kieferfehlstellung vor allem beim Kauen Symptome hervorruft, ist das Leiden sehr störend.

Die Nahrung kann nur optimal gekaut werden, wenn eine symmetrische Anordnung der Zähne vorhanden ist. Dafür ist wiederum eine normale Kieferstellung notwendig. Fehlstellungen beeinträchtigen auch die Zahnpflege und erhöhen dadurch das Risiko für Zahnstein und Karies.

Zahnspangen sind auch für Erwachsene geeignet

Fehlstellungen im Kiefer werden meist mit einer Zahnspange behandelt. Während die Zahnspangentherapie bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet ist, wird diese Maßnahme Altersbeschränkungen für das Tragen von Zahnspangen, sodass auch ältere Menschen die Zahnkorrektur problemlos tragen können, solange sie noch über eigene Zähne verfügen und das umliegende Gewebe gesund und entzündungsfrei ist. Aus Eitelkeit wird jedoch häufig auf die Zahnspange verzichtet.

Für Erwachsene gibt es unterschiedlichen Arten von Zahnspangen, die meist von der Umwelt gar nicht oder positiver wahrgenommen werden, als von den Betroffenen befürchtet. Ob eine unsichtbare Zahnspange, eine herausnehmbare, lockere Zahnspange, eine feste Zahnspange oder eine Retainer-Zahnspange die beste Lösung ist, sollte mit dem behandelnden Kieferorthopäden abgeklärt werden.

Unsichtbare Zahnspangen bestehen aus hauchdünnen, transparenten Kunststoffschienen, die mit bloßem Auge kaum erkennbar sind. Feste Zahnspangen werden mit einem Spezialkleber auf die Zähne geklebt und anschließend mit einem feinen Drahtbogen verbunden. Dadurch können die Bewegungen der Zähne optimal kontrolliert werden. Grundsätzlich hängt die Behandlungsdauer von der individuellen Kieferfehlstellung des Patienten ab.

In der Regel werden Zahnspangen zwischen 1,5 und 2 Jahren getragen.

Bildnachweis: Kalcutta © bigstockphoto.com

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